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Großer Andrang beim 5. Hamburger Wärmedialog: Das AUS für das Gas-Großkraftwerk !

Hamburg, den 23.2.2016

Grosser Andrang beim 5. Hamburger Wärmedialog: Mehr als 120 Besucher wollten die Podiumsdiskussion und den anschließenden Bürgerdialog miterleben. Darunter zahlreiche Vertreter von Energieunternehmen, der Umweltbehörde, der Bürgerschaftsfraktionen, der Medien und von Verschiedenen Umweltverbänden und Bürgerinitiativen wie z.B. der BI „Stop – Kein Megakraftwerk Wedel!“

Schon am Morgen überraschte Energie- und Umweltsenator Jens Kerstan mit einer klaren Absage im NDR zu den Plänen des Vorgängersenates, in Wedel ein neues gasbefeuertes Großkraftwerk bauen zu wollen. Offiziell heißt es noch „dessen Umsetzung werde immer unwahrscheinlicher“. Wer an diesem Abend dabei war, dem ist klar geworden: Weder die Hamburger Grünen noch Senator Kerstan wollen dieses GUD Gas Großkraftwerk. Und haben dabei nicht nur, aber auch, handfeste betriebswirtschaftliche und energiewirtschaftliche Argumente auf ihrer Seite.

Umso spannender waren dann die sehr unterschiedlichen Lösungsvorschläge der Podiumsgäste dazu, was nun zu tun ist.

Ein wenig enttäuschend fielen die Aussagen zu den Maßnahmen aus, wie stark und mit welchen kurzfristigen Maßnahmen der CO2-Ausstoß bis 2020 gesenkt werden kann, zumal viele umsetzbare Vorschläge auf dem Tisch liegen. Das überraschte dann schon ein wenig. Zumal die Klimakonferenz inParis gerade mal 2 Monate her ist. Wenns konkret wird dann wird es schnell schwierig, hatte man und frau den Eindruck.

Positiv: Hansewerk Natur und Vattenfall Wärme Hamburg konkurrierten um die Gunst der Anwesenden und schonten sich dabei gegenseitig nicht. Der Ideen- und Partnerwettbewerb um die Gunst der Öffentlichkeit und die Entscheidungsträger der Stadt Hamburg ist spätestens seit heute offiziell eröffnet.

Und um die Abwärme von Aurubis (60 MW) konkurrieren nun alle. Bevor überhaupt die erste Wärmeeinheit von Aurubis klimaschonend  wohin auch immer eingespeist worden ist, hat Aurubis einen Gratis-Marketingeffekt, der seinesgleichen sucht.

Die konkreten Vorschläge und Angebote von Hansewerk Natur überraschten dabei die Besucher und brachte Vattenfall unversehens in die Defensive. Vattenfall konterte mit mehr 100 Jahren hanseatischer Tradition und dem Hinweis darauf, dass ihr Netz deutschlandweit das komplexeste ist und die Hansewerk- Ideen die Wärmeproduktion verteuern würde.

Das allerdings bestritt auch niemand an diesem Abend. Was nicht gleichzusetzen ist mit Endkundenpreiserhöhungen angesichts von 60 Mio EUR Gewinn im Jahr.

Alles weitere dazu wird hier in den nächsten Tagen nach und nach ergänzt: Medienreaktionen, Impressionen und das Protokoll.

 

********* Protokoll ********

Das Protokoll vom Abend…

 

********* Impressionen ********

IMG_5476a

 

 

 

 

 

 

Weitere Bilder von der Veranstaltung…

Noch mehr Bilder vom 5. Hamburger Wärmedialog…

 

********* Video-Aufzeichnung zum Nachhören ********

Hier geht es zur Ton- und Video-Aufzeichnung (Youtube-Kanal ENH)…

 

********* Medien-Reaktionen ********

NDR 23.2.2016:

„Neues Grosskraftwerk immer unwahrscheinlicher“

 

Fernsehsender Hamburg1: Bericht über den 5. Hamburger Wärmedialog und 4 Interviews , 24.2.2016

„Verhandlungen zwischen Senat und Netzbetreiber verlaufen zäh – Fernwärme in Hamburg weiter ungewiss“

 

Hamburger Abendblatt,  Jens Meyer-Wellmann, 24.2.2016:

„Senat rückt von Neubau des Kraftwerks in Wedel ab“

 

SHZ, 24.2.2016

Hansewerk will Hamburg einheizen : Umweltsenator Kerstan: Kein Gaskraftwerk in Wedel“

 

DIE WELT, 24.2.2016

„Kerstan: Möglichst kein neues Großkraftwerk! Umweltsenator favorisiert kleinere Einheiten“

 

Tageblatt, 24.2.2016

„Kraftwerk in Wedel soll nicht ersetzt werden“

 

Focus Online, 24.2.2016

Senat will auf Bau eines Großkraftwerks in Wedel verzichten!“

 

Frankfurter Rundschau, 24.2.2016

„Senat will auf Bau eines Großkraftwerks in Wedel verzichten“

 

Hamburger Abendblatt, 26.2.2016

Gastbeitrag Christian Maaß (Hamburg Institut) zur geplanten Ertüchtigung von Wedel

 

DIE ZEIT, 3.3.2016

Frank Drieschner: „Kraft am Werk“

 

Hamburger Abendblatt, 5.3.2016

Gastbeitrag Pieter Wasmuth (Vattenfall) zur geplanten Ertüchtigung von Wedel

 

********* Folienvorträge ********

Folienvortrag Zukunftsrat/EnergieNetz Hamburg eG (23.2.2016)

Folienvortrag Vattenfall Wasmuth (23.2.2016)

Alle Dokumente des BET-Gutachten- und Beteiligungsprozess finden Sie hier…

Tausch der Einsatzreihenfolge KoKW Wedel und HW Haferweg ab 2017

 


3 Kommentare

  1. Stefan Lübben

    Super Veranstaltung! Wir können uns nur wünschen, dass diese Informationen weite Kreise ziehen und die BUE es schafft, die Wärmewende auch zu pushen. Die geplante Aufrüstung von Wedel steht dem leider doch sehr entgegen.

  2. Matthias Ederhof

    Ja die von Vattenfall angedachten 84 Mio. EUR Ertüchtigung für den maroden Kohlemeiler in Wedel sind nicht das, was im Hamburger Koalitionsvertrag steht. Der frühere Staatsrat in der Hamburger Umweltbehörde, Christian Maaß von den Grünen, hat das heute im Abendblatt wunderbar auseinandergenommen.

    Hoffentlich haben Senat und Bürgerschaft den Mut, diesen Vattenfall – Plan kritisch zu hinterfragen und im Zweifel zu verhindern.

    Was besonders wundert: Eine Quecksilber-Online Messung wird nicht nachgerüstet, obwohl dass für vergleichsweise wenig Geld machbar wäre und die Anwohner ein Recht darauf haben und die Rechtslage das hergibt dank der Kommunikationspanne von Vattenfall im Jan. 2016.

    Es bleibt dabei: Der Tausch der Einsatzreihenfolge Haferweg und KokW Wedel muss her. Und zwar so schnell wie möglich. Herr Wasmuth hat am 23.2.2016 nicht nur eine Quecksilber-Informationsoffensive versprochen, sondern im Nachgang auch, daß die Gewinnreduzierung dieser neuen Einsatzreihenfolge öffentlich und transparent auf dem nächsten Wärmedialog (oder schon vorher) diskutiert werden soll.

    Vattenfall erkennt inzwischen für sich die Vorzüge des Bürgerdialogs und nutzt es für eine Charmoffensive. Das wäre ohne den Volksentscheid im Sep. 2013 niemals soweit gekommen.

  3. R. Schnitzler

    Guten Tag!
    Was Herr Wasmuth heute am 5.3.16 im Hamburger Abendblatt schreiben durfte, grenzt ja schon an Naivität. Hoffentlich merkt das mal jemand.
    Gruß aus Wedel

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